Versteckt hinter einer Maske

Liebe Leserinnen und Leser,

auf der Suche nach neuen Dingen um mein Liebesleben zu bereichern, bin ich vor einigen Jahren, das erste Mal in Kontakt mit Masken gekommen. Ich hatte nie wirklich etwas für Masken übrig. Wie bei den meisten Menschen, hatte ich immer nur die SM-Szene damit verbunden. Vor ca. drei Jahren, als ich mein erstes selbstentworfenes Latexcatsuit fertigen lassen hatte, habe ich mir eine Maske aus Latex zum Ganzanzug mitbestellt. Ich wollte den Anzug einfach vollständig haben. Mein Anzug ist farbenfroh und sehr feminin, da sollte auch die Maske farblich und optisch dazu passen. Eine Maske ist wie ein Gesicht. Kleine Unterschiede, Hauttöne, Proportionen etc. können bereits entscheidend sein, ob wir eine Person sympathisch finden, oder ob sie eher nicht so unser Typ ist. Umso schwerer für ein zweites Gesicht, bestehend aus einer dünnen Latexhaut, das richtige Design zu finden, welches zu mir passt und mit dem ich mich identifizieren kann. Es gibt viele Hersteller die Latexmasken verkaufen, doch die meisten sehen meiner Meinung nach eher plump und weniger formschön aus – sie sind eher Mittel zum Zweck. Vielleicht kennt ihr „Latexlucy“, ein Pornostar der in der Latexszene sehr erfolgreich ist. Die „Miezekatzenoptik“ (wie ich sie nenne) ihrer Masken hat mir sehr gefallen, nur sind diese recht schwer und auch nur aus dem Ausland zu bekommen. Nach weiterer Recherche bin ich auf die Masken von Fantastic Rubber gestoßen und damit wurde ebenso mein Geschmack genau getroffen. Preislich war sie… hui… 1/3 des Catsuits. Dafür wurde sie aber direkt für mein Gesicht geschneidert und chloriert. Die Maske sitzt super und sieht schön aus, wenn auch ohne Haare auf dem Kopf etwas ungewohnt. Daher war der Reiz sie zu tragen, bis jetzt nie wirklich da…

Seit meinem „Fetisch“ zur Feminisierung waren mir meine kurzen Haare immer ein Dorn im Auge. So kam es, dass ich vor kurzer Zeit meine erste Perücke bestellte. Nichts Besonderes, nur um erst einmal ein Gefühl dafür zu entwickeln. Mein erster Eindruck war „Es ist unglaublich warm unter langen Haaren!“ Außerdem ist es ziemlich kompliziert, alle Haare immer unter Kontrolle zu bekommen. Jetzt verstehe ich auch meine Freundin, wenn sie sich über ihre Haare aufregt und diese meist zusammenbindet. Für meine Fotos ist die Perücke sehr bereichernd und somit fühle ich mich wieder ein wenig vollständiger. Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt ist mir meine Privatsphäre sehr wichtig, wodurch die meisten meiner Bilder unkenntlich gemacht wurden. Und genau hier kam ich zu meiner Idee, die Latexmaske in mein feminines Äußeres mit einzubeziehen.

Mit etwas Mascara, Lippenstift, der Maske und meiner neuen Perücke, fühlte ich mich auf einmal anonymer und sicherer, zugleich aber auch weiblicher und schöner. In dieser Kombination bekam ich total Lust mich zu fotografieren um zu sehen, wie mein neues Äußeres wirkt. Somit sind viele schöne Portraits entstanden. Ich bin erstaunt wie gut Emotionen wie nachdenklich, frech, verspielt, verrucht, verträumt, verrückt, trotz der Maske zum Ausdruck gebracht werden können. Ich denke, dass ich mit der Maske nun mehr experimentieren und sie in meine zukünftigen Fotos einbeziehen werde.

feminine_mask

Ich freue mich über eure Kommentare

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